Bewusster Konsum

Vly: Milch-Alternative aus Erbsenprotein

Vly Erbsenmilch - Alternative

Das Start-Up Vly aus Berlin bietet eine neue Alternative zu klassischen Milch und Haferdrinks. Der Pflanzendrink des jungen Unternehmens wird aus Erbsenprotein hergestellt und ist daher proteinreich, vegan und frei von Zucker und Allergenen.

Wer keine Kuhmilch mehr trinken möchte, hat heute eine große Auswahl. Von der klassischen Sojamilch, über hippe Haferdrinks bis hin zur Mandelmilch gibt es pflanzliche Drinks für jeden Geschmack. Laut den Gründern des Lebensmittel-Startups Vly fehlt allerdings noch eine proteinreiche Alternative.

Was möchte Vly?

“Das Produkt ist durch die Bank besser als das tierische”

Nicolas Hartmann

Vly möchte Milch noch einmal neu erfinden und nicht nur eine Alternative zu Kuhmilch schaffen, sondern auch zu Oatly und Co. Statt auf Hafer oder Soja setzt Vly jedoch auf Erbsen; genauer gesagt auf Erbsenprotein.

“Wir sind davon überzeugt, dass es noch eine Milch braucht, die bessere Nähwerte hat als tierische. Was wir bei vielen Milchalternativen sehen ist, dass sie geschmacklich sehr attraktiv sind, aber eigentlich deutliche schlechtere Nährwerte hat, wenn man sich allein das Makro-Nährstoff-Profil ansieht, ” erklärt Nicolas Hartmann, Gründer von Vly, im Gründergeschichten Podcast.

Das Produkt haben die jungen Unternehmen selbst entwickelt. Das sie dabei auf die Erbse gekommen seien, ist laut Aussage der Gründer Zufall.

Die Milchalternative ist übrigens nur der Anfang. Auch Joghurt und Quark möchten die jungen Unternehmer bald unter dem Namen Vly anbieten.

Wer steckt hinter Vly?

Gründer des Startups Vly
Quelle: Vly

Hinter Vly stecken zwei ehemalige Unternehmensberater und ein Lebensmitteltechniker. Nicolas Hartmann, Moritz Braunwarth und Niklas Katter haben Vly 2019 gegründet. Hartmann fungiert dabei als öffentliches Gesicht der Firma und hat vorher als Unternehmensberater gearbeitet als auch im Private Equity bei der Investment-Firma Blackstone, die kürzlich in Oatly investiert hat. Katter ist Jurist und hat ebenfalls Erfahrung in der Unternehmensberatung und im Privat Equity gesammelt.

Etwas aus der Runde raus sticht Braunwarth, der als ehemaliger Koch und studierter Lebensmitteltechniker vor allem die Produktentwicklung vorantreibt.

Wie produziert Vly?

Das Produktionsverfahren von Vly klingt zunächst aufwändig: Zunächst werden getrocknete Erbsen eingeweicht und püriert. Danach wird die Masse zentrifugiert, dadurch werden die verschiedenen Bestandteile der Erbse (Protein, Ballaststoff und Stärke) aufgeteilt, sodass am Ende nur noch das Erbsenprotein übrig bleibt.

Laut eigenen Aussage werden bei der Produktion 13x weniger Wasser und 5x weniger Anbaufläche als bei Kuhmilch benötigt, wodurch die Umweltbilanz des Produktes deutlich besser als bei herkömmlicher Milch ausfällt.

Die Verpackung besteht zu 82 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, der Deckel ist z.B. aus Zuckerrohr hergestellt. Wenn du über den Online-Shop bestellt erfolgt der Versand dank des Partners climeworks klimaneutral.

Große Vorbilder

Sproud Erbsenmilch
Quelle: Sproud

Erbsenprotein sind in der Lebensmittelbranche nichts Neues mehr. Auch das Hype-Startup Beyond Meat stellt seine veganen Fleischalternativen aus Erbsenprotein her.

In Schweden gibt es mit Sproud auch schon einen weiteren Hersteller von Erbsendrinks, der kürzlich sogar in die USA und nach Kanade expandiert ist.

Die Fakten im Überblick

  1. Wer steckt hinter Vly?

    Hinter Vly stecken drei junge Gründer: Nicolas Hartmann, Moritz Braunwarth und Niklas Katter. Hartmann und Katter sind ehemalige Unternehmensberater, Braunwarth studierter Lebensmitteltechniker.

  2. Was kostet Vly?

    Ein Liter der Milchalternative kostet circa 1,49 Euro.

  3. Was ist der Unterschied zu Hafer- oder Sojamilch?

    Laut der Gründer von Vly ist das Nährstoffprofil des Erbsendrinks deutlich näher an dem von Kuhmilch als andere Milchalternativen.

  4. Wie wird der Erbsendrink produziert?

    Für die Erbsenmilch werden getrocknete Erbsen zunächst eingeweicht, püriert und dann zentrifugiert. Mehr darüber erfährst du in unserem Artikel.

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