7 Dinge, die du noch nicht über Periodenunterwäsche weißt

Fakten über Periodenunterwäsche

Periodenunterwäsche hat sich für viele Frauen zur echten Alternative zu Tampons und Binden entwickeln. Auch wenn 96 Prozent der Frauen weiterhin Einwegprodukte nutzen, häuft sich das Interesse an Periodenunterwäsche.

Auch der Artikel zu Menstruationsunterwäsche bei EndlichGrün gehört zu den beliebtesten in unserem Magazin.

Doch wie praktisch ist die Unterwäsche im Alltag und was sollte ich wissen, bevor ich mir Periodenunterwäsche kaufe? Wir haben mehrere Fakten recherchiert, durch die du herausfindest, ob Periodenunterwäsche etwas für dich ist – oder nicht.

Der Auslaufschutz entsteht durch mehrere Schichten

Auch wenn es viele verschiedene Modelle gibt, eines hat die Periodenwäsche immer gemein: sie verhindert das Auslaufen durch mehrere Textil-Schichten im Schritt.

Meist funktioniert das so: die oberste Schicht, die an der Haut anliegt, ist flüssigkeitsdurchlässig und leitet das Blut in sekundenschnell weiter in die zweite Schicht. An deiner Haut fühlt sich die Unterwäsche dadurch weiterhin trocken an.

Die zweite Schicht ist saugfähig und schließt das Periodenblut ein, damit es nicht ausläuft und Flecken verursacht.

Die dritte Schicht besteht meist aus normalen Stoff wie Baumwolle und erfüllt außer Bequemlichkeit keine Funktion mehr.

Viele Marken nutzen Biozide

Periodenunterwäsche wird oft mit Worten wie “antibakteriell” beworben. Um diese Wirkung zu erreichen, setzten vielen Marken auf Biozide, also Chemikalien. Biozide befinden sich sonst beispielsweise in Mückensprays oder Putzmitteln. In der Bekleidungsindustrie wird für Biozide oft der Begriff Silberchlorid genutzt**.**

Bei Deutschlandfunk Nova empfiehlt das Bundesamt für Risikobewertung auf Bekleidung mit Bioziden zu verzichten. Ooia-Gründerin Kristine Zeller argumentiert, dass bei ihnen die Biozide in einer Schicht der Unterwäsche stecken, die nicht mit der Haut in Berührung kommen.

Du merkst also: die Lage ist verzwickt und die Entscheidung, ob du Textilien mit Bioziden tragen möchtest, ist eine persönliche.

Eine ausführliche Recherche zum Thema findet ihr auf peppermynta – kann ich wirklich sehr empfehlen.

Periodenunterwäsche solltest du nur acht Stunden am Stück tragen

Ähnlich wie Tampons, Binden oder Menstruationstassen, kannst du auch Periodenunterwäsche nicht einen ganzen Tag tragen. Ein Slip kann bis zu 30ml Blut aufnehmen, dann ist Schluss. Die meisten Hersteller empfehlen eine Tragedauer von höchstens acht Stunden bis gewechselt werden muss.

Period Panties sollten richtig gewaschen werden

In ihrer Benutzung ist Periodenwäsche denkbar einfach, doch die Pflege will gelernt sein. Zunächst sollte die Wäsche mit kalten Wasser ausgespült werden eh sie in die Wäsche kommt. Viele Hersteller empfehlen die Unterwäsche bei 40 Grad zu waschen.

Periodenunterwäsche sollte weder durch einen Trockner getrocknet, noch gebügelt werden.

Periodenunterwäsche hält nur etwa zwei Jahre

Während du eine Menstruationstassen viele Jahre nutzen kannst, nutzt sich Periodenunterwäsche mit der Zeit ab. Die meisten Hersteller geben an, dass man ihre Panties etwa zwei Jahre lang nutzen kann, danach nutzt sich die Schicht-Technologie ab und der Auslaufschutz funktioniert nicht mehr sicher.

Am besten prüfst du vor der Bestellung individuell beim Hersteller, was für eine Nutzungsdauer sie angeben.

An starken Tagen empfiehlt sich zusätzlich eine Menstruationstasse oder Tampon

Auch wenn Periodenunterwäsche oft als Alternative zu Menstruationstassen oder Tampons empfohlen werden, sehe ich sie eher als Add-On. Kombiniert mit einer Menstruationstasse oder einem Tampon können sie dafür sorgen, dass die Lieblingsjeans nicht plötzlich rote Flecken bekommt.

In meiner Recherche habe ich diese Produktreview über Thinx gefunden, die ich zum Thema Free Floating in Periodenunterwäsche sehr empfehlen kann.

Die amerikanische Firma Thinx hat Periode Panties bekannt gemacht

Zu Schluss schauen wir uns noch einmal die Geschichte der Periodenunterwäsche an. Das amerikanische Unternehmen Thinx wurde 2014 von Radha Agrawal, Miki Agrawal und Antonia Dunbar.

Schon 2015 wurde die Periodenunterwäsche von Thinx vom Time Magazine zur besten Erfindung des Jahres ernannt. Fast Company hat das Unternehmen 2017 als einer der innovativsten Unternehmen der Welt bezeichnet.

2017 erlitt das Unternehmen seine erste große Krise: Mehrere Mitarbeiter warfen der CEO Miki Agrawal Fehlverhalten am Arbeitsplatz vor, daraufhin legte Agrawal ihren Posten nieder. Seit Juli 2017 ist Maria Molland CEO.

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